
Mit dem Bau der neuen Storstrøm-Brücke modernisiert Dänemark einen wichtigen Abschnitt des skandinavischen Straßen- und Schienennetzes.
Doka begleitet den Bau der Brücke bereits seit 2019 und leistet in mehreren kritischen Bauphasen einen entscheidenden Beitrag zum Projekterfolg. Das Leistungsspektrum reichte von maßgeschneiderten Lösungen für die rund 80 Meter langen Vorlandbrücken auf beiden Seiten über an Land vorgefertigte Pfeilerköpfe und auskragende Tragwerke bis hin zur flexiblen Schalung für den Pylon selbst.
Zur erfolgreichen Umsetzung der letzten und entscheidenden Bauphase entwickelte Doka zudem eine spezielle Arbeitsplattform, die den sicheren und effizienten Bau der Schrägseilbrücke optimal unterstützte und das Gesamtkonzept konsequent abrundete.
Gebäudetyp
Schrägseilbrücke / Mast Pylon
Herausforderung
Ganzheitliches Sicherheitskonzept für hohe Windlasten mit integrierbarer Baustellengerätenutzung, anpassungsfähiger Schalung für variable Pylongeometrien, mehrstufigem effizienten Betrieb sowie spezieller Plattform zur sicheren Installation von Schrägseilen.
Lösung
Vollständig geschlossene Arbeitsplattformen mit breiten, komfortablen Aufstiegen sorgen für sichere und effiziente Bewegungsabläufe, während die robuste Tragstruktur die auftretenden Lasten sicher übertrug.
Die Selbstkletterschalung, unterstützt durch einen speziell entwickelten Kletterschuh glich die variable Geometrie des Pylons aus, während aufsteigende Arbeitsbühnen das gleichzeitige Arbeiten auf mehreren Ebenen ermöglichte.
Für die Montage der Schrägseile wurde eine sichere und komfortable Arbeitsplattform realisiert, die Ebene für Ebene mit dem modularen Traggerüstsystem Staxo100 errichtet und durch zwei Treppentürme ergänzt wurde.
Als tragendes Herzstück der Schrägseilbrücke überträgt der 102 Meter hohe Pylon sämtliche Lasten sicher in das Fundament. Seite komplexe Konstruktion mit variabler Geometrie, integrierten Aussparungen, vorgefertigten Aussparungskästen (Blister) sowie Hüllrohren für die Schrägseile stellte höchste Anforderungen an Planung und Ausführung.
Durch die intelligente Kombination von SKE100 plus für hohe Lasten und zusätzliche Arbeitsbühnen mit dem flexiblen SKE50 plus an den platzkritischen Seiten konnte eine wirtschaftliche und zugleich äußerst effiziente Schalungslösung umgesetzt werden. Ein speziell entwickelter Kletterschuh glich die geometrischen Veränderungen während des Klettervorgangs zuverlässig aus und stellte eine reibungslose Anpassung der Plattformen an unterschiedliche Neigungen sicher.
Aufsteigende Arbeitsbühnen ermöglichen das parallele Arbeiten auf mehreren Ebenen – etwa Bewehren, Betonieren und die Installation der Aussparungskästen – und trugen damit wesentlich zur Reduzierung der Taktzeiten bei.
Für die Abschlussphase der Schrägseilbrücke kam eine projektspezifisch entwickelte Arbeitsplattform zum Einsatz, die sämtliche finalen Arbeitsschritte sicher und effizient ermöglichte. Die Plattform wurde Ebene für Ebene mit dem Traggerüstsystem Staxo100 aufgebaut und auf vier stationären Kletterkonsolen gelagert. Dabei konnten die bereits vorhandenen Verankerungspunkte des Pylons genutzt werden.
Zwei integrierte Treppentürme gewährleisteten während aller Bauphasen einen sicheren und ergonomischen Zugang. Durch die feste Verbindung mit dem Pylon bot die Arbeitsplattform auch unter anspruchsvollen Wind- und Lastbedingungen stabile und zuverlässige Arbeitsbedingungen. So konnten die Arbeiten planmäßig abgeschlossen und ein zentraler Meilenstein im Gesamtbauablauf erfolgreich erreicht werden.
„Die Queen Margrethe II’s Bridge stellte hohe Anforderungen an das Schalungs‑ und Traggerüstkonzept: Es musste sich präzise an die wechselnden Geometrien anpassen und gleichzeitig hohen Windlasten standhalten. Der Engineering‑Ansatz von Doka vereinte genau diese Stabilität und Flexibilität und ermöglichte einen zuverlässigen Bauablauf – insbesondere im Onshore‑Umfeld.“
Fertigstellungsjahr
2026
Land
Dänemark
Stadt
Vordingborg
Auftragnehmer
Itinera
Brückenlänge
3.830 m
Hauptspannweite
320 m
Pylonhöhe
102 m (Mast 69 m)
